Freitag, 26. Februar 2010

uns auch nicht!

aber unserer ist wohl einfach etwas grösser...
denn da geht uns nicht nur die umwelt nicht dran vorbei! die ist ja nicht 'einfach so' am ARSCH. das hat, wir ahnen es, etwas mit den politischen, ökonomischen und sozialen zuständen zu tun. alles themen, zu denen die AL etwas zu sagen hat (unsere positionen). und nicht nur darüber redet, sondern auch etwas tut (einige unserer erfolge). deshalb kraxeln wir zum demonstrieren auch nicht nackten arsches auf den gletschern rum. wir demonstrieren in bern und zürich gegen den abbau des öffentlichen dienstes. wir demonstrieren am 1. mai für die rechte der arbeitnehmerInnen und zeigen unsere solidarität mit den befreiungskämpfen. in zürich sind wir dabei, wenn es um nachhaltige stadtentwicklung geht.
die ursachen anpacken! kein grund, nicht grün zu sein. nein. aber nicht nur. keine monopolitik:

AL you need!

am 7. märz 2010

den frühling selber in die hand nehmen - jetzt, wo der schnee weg ist

Es färbte sich die Wiese grün
Und um die Hecken sah ich blühn,
Tagtäglich sah ich neue Kräuter,
Mild war die Luft, der Himmel heiter.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.


so dichtete der deutsche romantiker novalis im ausgehenden 16. jahrhundert. kurz: der frühling kam. und sollt auch hier, in zürich. bald. nur das mit dem blühen, da müssen wir immer wieder selber etwas nachhelfen. denn hier draussen, am nördlichen stadtrand, da wimmelt es nur so von vernachlässigten ungepflegten ecken (als beispiel mag die brache bahnhof affoltern dienen). nicht, dass wir scharf auf die rabattenästhetik von grün stadt zürich wären, nein, deshalb helfen wir ja auch lieber selber etwas nacht. guerilla gardening nennt sich das, und SF1 hat über einen der zürcher pioniere (ein werk von ihm) bereits einen beitrag gesendet.

kulturplatz vom 28.05.2008

anleitungen für geeignetes saatgut gibt es auf den seiten von green guerillas und guerrillagardening, saatgut bei migros, coop und spezialgeschäften.
bei der gestaltung des lebensraums gibt es viel zu tun - einen teil davon können wir auch selber anpacken. denn es gibt nichts gutes…ausser man tut es!

affoltern kriegt ein neues schulhaus! schon bald - und viel zu spät...

ja. später mal. vorerst aber doch auch schon.
ein widerspruch? teils-teils. frau zacher, bereichsleiterin des AHB, bestätigte anlässlich einer ‚tatortbesichtigung’ am 24. februar 2010, man hoffe immer noch, dass das echte schulhaus fristgerecht erstellt werden könne. nun, aus sicht der eltern wäre ‚fristgerecht’ vor rund 3 jahren gewesen. frau zacher meint natürlich „frühestens 2015“, wie das AHB in einer medienmitteilung vom 11.12.09 schreibt. bis dann haben die ersten paar klassenzüge die unter- und mittelstufe in den pavillons abgesessen – ohne bibliothek und singsaal, ohne handarbeits- und werkraum, ohne hallenbad und vielleicht auch ohne turnhalle. und ‚frühestens’ kann ja auch zwei, drei jahre später meinen. leutschenbach lässt grüssen.




‚campus ruggächer’
vorerst will man aber den campus ruggächer errichten – eine pavillonlandschaft entlang der mühlackerstrasse. für gut und gerne chf 10 mio. (rückbau nicht inbegriffen) und mit einer provisorischen baubewilligung für maximal 10 jahre. zusätzlich zu den beiden auf einer sondermülldeponie stehenden schul- und kindergartenpavillons ruggächer I und II werden auf dem übernächsten grundstück stadteinwärts die pavillons III, IV und V gebaut. auf dem verseuchten zwischengrundstück darf nicht -wie ursprünglich geplant- gebaut werden. man muss es nun mit einer folie abdecken, über der auf einer dünnen humusschicht eine wiese spriessen soll – eine magerwiese. keine spielwiese.

die ‚tatortbesichtigung’
aber zurück zur ‚tatortbesichtigung’. zu der kam man so: im tagblatt vom 6.1.2010 hat das amt für baubewilligungen den bau der neuen pavillons und eines ‚fussballminispielfeldes’ aus kunstrasen ausgeschrieben. nachdem das AHB die ersten beiden pavillons auf belastetes gelände gestellt hat, wollten betroffene eltern wissen, was jetzt wo und wie gebaut wird. und verlangten auch den baurechtlichen entscheid. mitte februar kontaktierte der projektleiter des AHB, herr rinderknecht, die eltern. er habe ‚informationen über ihr interesse am baugesuch’ erhalten und würde gerne allfällige fragen beantworten. schliesslich vereinbarte man einen ortstermin. nebst projektleiter rinderknecht nahmen die erwähnte frau zacher, mitglied der geschäftsleitung des AHB, architekt heuss und ein geologe der firma jaeckli geologie, teil. der elternvertreter liess sich von catherine rutherfoord, architektin, und walter angst, gemeinderat der AL, begleiten. das ergebnis des über eine stunde dauernden anlasses:


  • die 3 neuen pavillons sollen gemäss der weisung des stadtrates gebaut werden.
  • aller voraussicht nach ist allerhöchstens der oberboden belastet – was a) normal und b) zu keiner verzögerung beim bau führen würde.
  • das gelände entlang der strasse wird von der strasse weg aufgeschüttet. die pavillons werden rechtwinklig zur strasse auf dieser aufschüttung stehen. der über die aufschüttung (in der skizze schwarz) hinaus ragende teil (ca. 1/3) auf einer metallkonstruktion.
  • anschliessend an die pavillons richtung autobahn wird das gelände ‚kindergerecht’ gestaltet, dort wird auch der ausgeschriebene minifussballplatz zu liegen kommen.
  • der terimplan für den bau ist sehr eng – das geschäft muss durch kommission und gemeinderat. und dann noch realisiert werden. ‚viel fragen’ dürfen sie nicht, meint man vom AHB.
  • die bestehenden und neuen pavillons werden durch einen weg verbunden, welcher über das belastete zwischengrundstück führt.
  • ebenfalls soll es ein trottoir geben. da weiss ‚man’ aber noch nichts. dafür ist ja auch das tiefbauamt zuständig. eben so wie für die neugestaltung der mühlackerstrasse, über die ‚man’ auch nichts genaues weiss.
  • die geplante turnhalle wird als separates projekt behandelt und soll, hoffentlich, im herbst bezugsbereit sein. ausgesteckt ist sie noch nicht. und getrennt hat man die beiden teile, damit ‚man dann wenigstens die pavillons hat’.
  • von einem 6. pavillon ist nicht mehr die rede (wie noch im september 09 vom stadtrat erwähnt). die AHB-delegation konnte nicht erklären, wo hin dieser verschwunden ist und auch nicht, warum.

man war doch etwas erstaunt…
warum dieser zeitliche und personelle aufwand des AHB, um den pavillonbau zu erläutern und besorgten eltern fragen zu beantworten?
vielleicht schlicht darum, weil der terminplan so knapp ist. das geschäft kommt am 2. märz in die kommission und soll am 31. märz in den gemeinderat. insider meinen, das sein nur möglich, wenn die fraktionen ‚brav mitmachen’ – was aber als nicht sehr realistisch eingeschätzt wird. SSD und AHB wünschen keine verzögerung. nachdem bekannt geworden ist, dass die ersten beiden pavillons auf und neben zum teil hoch belasteten gründstücken gebaut worden sind, will man in diesem fall wohl lieber alles tun, um vorzubeugen. dieses vorgehen sei aber, so ein kenner der materie, ‚eher ungewöhnlich’.

was wir wollen
wir wollen den bau der pavillons nicht verzögern oder verhindern. das bringt unseren kindern das wirkliche schulhaus ruggächer nicht schneller. die pavillons sollen rasch gebaut werden – zusammen mit der turnhalle (heute sind die kinder für eine turnstunde insgesamt 1 stunde zu fuss unterwegs – ins isengrind und zurück!). es gibt aber einiges zu beachten:
  • wichtig ist, dass schulleitung, lehrerInnen und hortpersonal in die planung der streusiedlung campus ruggächer einbezogen wird. organisatorisch ist so was einiges anspruchsvoller im handling als ein normales schulhaus. 
  • dann muss die ausstattung der pavillons und der turnhalle den anforderungen der lehrpläne entsprechen – die bisherigen zwei pavillons tun das nicht. 
  • und eine weitere frage bleibt noch offen: was ist mit dem früher erwähnten 6. pavillon? welche räume werden so eingespart? lehrerzimmer? werkraum? hortplatz? 
  • schliesslich ist bekannt, dass in den pavillons die belastung der kinder durch das hoch giftige formaldehyd im sommer oft weit über dem grenzwert liegt. lauber will lüften. reicht das? aber: wird die lüftung wenigstens überall eingebaut? frau zacher vom AHB sprach von weiteren nötigen abklärungen und auswertungen. das widerspricht sogar laubers minimalintervention.
die gemeinderätliche kommission muss beim beraten der weisung diesen punkten nachachtung verschaffen und die offenen fragen klären. nötigenfalls muss nachgebessert werden – dann eben unter inkaufnahme einer bauverzögerung. denn die kinder verbringen nicht nur ein, zwei jahre in einem provisorium: man muss davon ausgehen, dass zwei, drei klassenzüge vom 1. kindergarten bis zum übertritt in die oberstufe ihre schulzeit in den pavillons absitzen! dem ist rechnung zu tragen!

Samstag, 20. Februar 2010

und heute das fest (das vor den wahlen)...

WO? im provitreff, sihlquai 240, 8005

aber natürlich gibt's vorher auch noch eine polit-einlage:
  • 17 uhr türe auf
  • 18 uhr politische realsatire, erzählt u.a. von niggi scherr
dann gibt's die suppe mit einlage:
  • Vorspeise:
    Hühnerbrühe mit Kichererbsen
    und Gemüse
    oder: Kartoffel-Lauch c
    rèmesuppe
  • Hauptspeise:
    Schweinsbraten an Rotweinsauce
    Käse-Chnöpfli
    Schwarzwurzel-Karotten g
    emüse
  • Dessert:
    Pastéis de Nata (portugiesische
    Crèmetörtchen)
    F ruchtsalat
und das ganze kostet was:
  • eintritt CHF 10
  • essen CHF 20 (verschiedene reduktionen des umfangs und entsprechend der preise möglich - ähnlich wie streichen, kumulieren und panaschieren etc). 
ja, und dann läuft kultur:

Samstag, 13. Februar 2010

desperate rentendesperados: die jFDP findet rentenkürzung fair

die rechte macht mal wieder deftig auf klassenkampf von oben. die renten sollen zu lasten der weniger verdienenden durch den schnitt beim umwandlungssatz gekürzt werden. klar: ihre klientel ist gegen jede umverteilung von oben nach unten.
der mist ist aber noch keinesfalls geführt: die NZZ von heute stellt fest "Die berufliche Vorsorge ist keine einfache Materie. Im Abstimmungskampf um den Mindestumwandlungssatz sind einfache und einprägsame Botschaften gefragt. Diesbezüglich haben die Gegner der Vorlage die Nase vorn - zumindest im Internet." und führt neben coolen beispielen der anti-rentenklau-kampagen auch die dümmlichen und unverständlichen bürgerlichen patzer an.
die junge FDP greift nun tief in die mottenkiste schlechten geschmacks und versucht's mal mit einer todesanzeige - publiziert im blick am abend. aber auch das dumm und falsch: nachweislich sterben bei einer rentenkürzung die (armen) rentnerInnen früher und nicht bei einem NEIN die rente (studie caritas schweiz). und die dannzumal rentenberechtigten FDP-boys können ihren lebensabend in saus und braus geniessen...
na ja, dann lasst uns doch mit den jungs von der FDP die diskussion suchen. verschiedene organisationen ruften dazu auf, sich am
Donnerstag, 18. Februar 11.30 Uhr beim Volkshaus 
zu treffen. wir sind auch dort!

LINKS zur sache: UNIA, SGB, k-tipp!

wahlkampf ist auch ein chrampf...

standaktionen in der ganzen stadt - bei eisiger kälte-, verteilen von flugblättern und klebern auf dem langen marsch von briefkasten zu briefkasten, diskussionen unter uns und an allerlei anlässen, schreiben von inseraten, flyern, blogs, die pflege der mitglieder, der kartei, der homepage: wahlkampf ist auch ein chrampf. und das meiste erledigen wir als unbezahlte freiwilligenarbeit.

wir von der AL11 danken allen, die uns dabei unterstützen und freuen uns, dass wir viel hilfe von leuten kriegen, die nicht auf der liste stehen!

links im bild übrigens unsere spitzenkandidatin, catherine rutherfoord, an einer standaktion in seebach.

Freitag, 12. Februar 2010

SP-stadträte wählen? nur, wenn sie zurücktreten!

esther maurer, SP, humorlos und abtretend, ist ein gutes beispiel dafür.
und hier ein blick auf ein sehr aktuelles beispiel aus ihrer feder: ihre aussagen in einem interview mit dem tagi zum saubannerzug von letztem samstag klingen manchmal nachgerade vernünftig. vielleicht hätte ich sie eben (ich hab grad demokratie gemacht) auf platz neun oder zehn gesetzt, auf der liste . jetzt, wo sie zurücktritt...

auszüge aus dem vollständigen interview:

die 'tagi'-frage insinuiert, man müsse eine kasernierte polizeieinheit aufbauen, damit man jederzeit jede beliebige intervention fahren könne (ausgestattet mit dem lange begehrten flugzeugträger auf dem zürisee?).
antwortet maurer: "Es ist eben wie beim Risk Management allgemein: Man beurteilt die Kosten aufgrund der Eintretenswahrscheinlichkeit eines Szenarios und aufgrund des möglichen Schadensausmasses. Und da kann man unschwer feststellen, dass die Kosten für eine derartige Einsatzreserve pro Tag gleich hoch wären wie die Schadenshöhe, wenn effektiv eine solche Krawalldemo stattfindet."

jaja, äusserst vernünftig, denkt der blogger. und schaut sich um:
die bürgerlichen parteien, -bis weit nach links über die mitte hinaus-, fordern heute praktisch ein stehendes heer - zu exorbitanten kosten, vergleicht man den möglichen 'ertrag' mit dem aufwand. jaja, unsere schuldengebremsten sparfüchse, halt...so kennen wir sie doch sonst: geknausert wird beim ausbau von infrastruktur, von offentlichem verkehr über schulhäuser bis zum veloweg. dinge von täglichem gebrauch und nutzen für die bevölkerung.bis das (diesmal zum glück) sogar das salz ausgeht.
ergo: keine bürgerlichen politikerInnen wählen, sp nur, wenn sie zurücktritt (jaja...), dafür gibt es eine alternative: die liste der AL.

weiter im text: die 'tagi'-frage mündelt an der polizeilichen kommunikation rum. ist das nicht SCHFFSACHEFRAUMAURER?!
antwortet maurer: "Bei den Ausschreitungen der vergangenen Samstagnacht musste ich mir erst ein vollständiges Lagebild verschaffen.[...] Ich habe in der Kommunikation zwei Grundsätze: Erstens sollen jene kommunizieren, die etwas zu sagen haben, und zweitens soll man sich dann äussern, wenn man die Situation auch tatsächlich überblickt. Beide Grundsätze waren in den letzten 3 Tagen berücksichtigt."

so besonnen...hätte sie nur so begonnen. nun ist's leider schon zerronnen.
den news-geilen 20-sekunden-reportern ist solch noble zurückhaltung natürlich ein graus. gern springen hier die stimmengeilen möchtegerns (söihäfeli-söiteckeli) in die bresche und fordern, was ihre beschränkte fantasie hergibt. vom stehenden heer bis zum lebenslangen stadtionverbot wird in so einem toughen wahlkampf alles gefordert. das nachdenken stirbt zuerst.
ceterum censeo:
keine bürgerlichen politikerInnen wählen, sp nur, wenn sie zurücktritt (jaja...), dafür gibt es eine alternative: die liste der AL.

Donnerstag, 11. Februar 2010

stimmungsbild vom wahlapero der AL11 in der metzgerhalle oerlikon


von links: niggi scherr, al-gemeinderat, andreas kirstein und catherine rutherfoord von der spitze der liste der AL 11 - beim auslöffeln der suppe, die uns das restaurant metzgerhalle eingebrockt hat. lecker!
anschliesend folgte die diskussion darüber welche suppen wir nicht auslöffeln wollen und wie wir das anstellen werden...

Dienstag, 9. Februar 2010

Wahlapéro AL Kreis 11 mit Niklaus Scherr - Donnerstag, 11. Februar, 18.30 Uhr

Restaurant Metzgerhalle beim Sternen Oerlikon: Die AL11-KandidatInnen offerieren WählerInnen und FreundInnen eine Wahlsuppe - eine schmackhafte, die wir alle gerne auslöffeln werden. AL-Gemeinderat Niklaus Scherr ist zu Besuch in Zürich Nord, wo die AL wächst, weil wir ja nicht jede Suppe auslöffeln wollen.
Wir stossen auf die Eröffnung unseres Blogs an und sind da für und Eure Anregungen, Beobachtungen und Gedanken zum Kreis 11.

Montag, 8. Februar 2010

rea.dit.fa.st - eine etwas andere art, den blog zu lesen...

wordle macht's möglich... wer's ausführlicher mag, liest unten weiter!

Samstag, 6. Februar 2010

leutschen bach & schulhaus. aber kein quartier.

heute fand der quartierrundgang leutschenbach mit besichtigung des schulhauses statt.
hier ein paar eindrücke und der link zu den bildern.
warum in's leutschenbach? hier wirkt einiges exemplarisch. das schulhaus und der park sind gebaut. die wohnungen (noch) nicht. und was gebaut ist, ist kein quartier. eine anwesende architektin brachte es auf den punkt: "das sind einfach gebäude". ja, ein quartier entsteht so nicht. konzeptlos klotzt ein architekt nach dem anderen seiner auftraggeberin renditeobjekt in die reihe. keine quartierstrassen. dafür im erdgeschoss der hinterhöfe die infrastruktur, die moderne vollzeiterwerbstätige brauchen: flugreisen, massagen, anzug und kostüm. alles wird ausgesourced. und wird man vom arbeitgeber mal länger in's ausland verschoben, findet die habe via-a-vis im MyPlace-lagerhaus eine temporäre bleibe.
a propos hinterhöfe:
die kinder hinter gitter, die autos frei? da sind kinderspielplätze nicht mehr als pflichterfüllung gegenüber den bauvorgaben, wohnen doch hier vor allem dinks (85% wohnen in haushalten mit 1-2 personen - quelle gis zh ch umgebungsanalyse 2.1).

und hier setzt die einzelinitiative wohnen zürich nord unserer gemeinderats-kandidatin catherine rutherfoord an: der stadtrat wird aufgefordert, an der leutschenbachstrasse 70-74 eine städtische wohnsiedlung zu bauen. dazu soll die bauliche dichte reduziert und entsprechend ein teil der landkosten abgeschrieben werden. ziel: familienfreundlicher wohnraum zu tragbaren preisen. das ergebnis wäre ein stück quartier, in dem die kinder auch nicht hinter gittern spielen müssten und das neue prestigeobjekt von schul- und hochbaudepartement mit leben füllen würden.

also weiter zum schulhaus. besser gesagt: zum weltweit berühmten schulhaus leutschenbach ('es kommen delegationen aus asien und so', so der architekt, der uns den bau zeigte).
die führung interessant, das bauwerk beeindruckend. bei aller möglichen kritik: hier wäre ich gern zur schule gegangen. vielleicht noch nicht heute, aber in vier, fünf jahren, wenn nicht mehr alles nach neu riecht und die kinderkrankheiten aller neubauten ausgestanden sind. innen überzeugt die lichte transparenz - praktisch alle wände sind aus glas. das aquariumgefühl hätte mit einer anderen farbwahl der innenwände gebrochen werden können: die innenwände sind aus bläulichen glaselementen gefertigt. nun, die architektur trägt nur einen teil zum gelingen der schulzeit bei. die endlose serie von changes, welche politik und administration den lehrerInnen zumuten, nagt daran viel mehr. aber das ist ein anderes thema...

und wer heute nicht dabei war, kann sich das quartier auf einem stadtrundgang anschauen, den das hochbaudepartement in's web gestellt hat. und warum nicht: dem norden von zürich nord einen besuch abstatten und nach langem fussmarsch in der kantine des fernsehstudio leutschenbach eine stärkung zu sich nehmen...

inserat der al11

das inserat der al 11 erschien in der lokalzeitung zürich nord, ausgabe 6 vom 5.2.2010.
Zürich Nord ist die zeitung, die am besten über den kreis 11 informiert - na ja, wir haben ja auch keine andere... aber ehrlich: wenn wir die nicht hätten, dann hätten wir ja gar keine. stimmt, ist etwas redundant. item. aber pia meier und roger sutter geben sich redlich mühe, möglichst umfassend über alle ereignisse im 11i zu berichten. und beide sind wandelnde info-archive.
a propos archiv: die lokalinfo AG, die Zürich Nord verlegt, hat auch eins. und da finden sich rasch ein paar artikel zu vergangenen ereignissen im 11i.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Werk Stadt Dialog

etwas neues in oerlikon:
künftig soll es statt quartiersekretariat und 'dialog neu-oerlikon' die WerkStadt Oerlikon geben.

quartiersekretariat und dialog
während fast 10 jahren hat das quartiersekretariat oerlikon den 'dialog neu-oerlikon' organisiert. das quartiersekretariat ist im jänner 2000 von der stadtentwicklung und dem sozialdepartement eingerichtet worden. man befürchtete, oerlikon könnte durch das meganeubauquartier instabil werden.
'dialog neu-oerlikon' hat jährlich 3 bis 4 veranstaltungen durchgeführt. diese diente als "Kommunikationsplattform für soziale, kulturelle, wirtschaftliche, planerische und bauliche Themen aus Neu-Oerlikon". die sekretariatsstelle wurde von der GWA - gemeinwesenarbeit zürich nord/oerlikon - betreut.

WerkStadt
neu-oerlikon ist gebaut und scheint aus sicht der stadt so weit zu funktionieren, dass es keiner besonderen betreuung mehr bedarf. das quartiersekretariat wird aufgelöst - und damit auch der 'für interessierte offene' dialog.
und auch die GWA gibt's nicht mehr. sie heisst jetzt Quartierkoordination, zieht sich aus dem operativen geschäft zurück und widmet sich vermehrt dem quartiermanagement.
interessierte kreise, die sich unter anderem um den dialog herum gefunden haben, wollen nun im rechtskleid einer GmbH eine neue lobby für oerlikon aus der taufe heben (siehe prospekt der WerkStadt).
interessant ist ein vertiefter blick auf die grafik auf seite zwei des hübschen prospekts.
wir sehen, ganz oben, den quartierrat als schnittstelle zur verwaltung, behörden und politik (die neue -städtische- quartierkoordination assistiert an diesem wichtigen punkt). über diese schnittstelle sollen die interessen oerlikons vertreten werden.
eine form von legitimität gibt sich das offiziöser als quartierrat benannte gremium durch eine wahl. sie soll im rahmen des in neuer form fortgeführten dialog oerlikon stattfinden. der neue dialog soll "optimiert [werden] und dient im Sinne einer Delegiertenversammlung (mit verbindlicher [SIC!] Teilnahme der Quartierkräfte) vermehrt der vorparlamentarischen, konsensorientierten Meinungsbildung, der koordinierten Aktions- und Vorgehensplanung und der Bündelung von Quartierinteressen."
durch informations- und grossgruppenveranstaltungen wird sodann mit der bevölkerung oerlikons kommuniziert. diese gefässe dienen "der Informationsvermittlung und als Resonanzgefäss für die Stimmung im Quartier", sowie der "Themengenerierung und die Aktivierung neuer Quartierkräfte". 1a sozialtechnokraten-slang, denkt sich wohl, wer das liest...

was soll das nun?
ein neuer quartierverein? oder ein ersatz für die gemeinderätInnen? oder ein neues sprachrohr für...für wen?
die aufgabe der quartiervereine deckt sich eigentlich ja mit dem, was sich die WerkStadt auf die fahne schreibt. alter wein in neuen schläuchen? ist der QV -als institution- zu verstaubt? warum übernimmt man -wenn man mit seiner leistung unzufrieden ist- nicht einfach den QV und haucht ihm neues leben ein? und profitiert beim auf- und umbau von der finanziellen unterstützung durch die stadt?
oder: am 7. märz wählen wir für züri nord 21 gemeinderätInnen. zur wahl stehen rund 200 personen, die bereit sind, die quartiere oerlikon, affoltern und seebach im gemeinderat zu vertreten - mit unterschiedlicher gewichtung sozialer, kultureller und wirtschaftlicher interessen. reicht das nicht? die demokratische legitimation der so gewählten ist sicher breiter, als die eines quartierrates. und: die leute, die wir wählen werden (wir: der stimmberechtigte anteil der bevölkerung), die haben explizit die aufgabe, die interessen ihrer wählerInnen aus den quartieren in eine städtische politik umzusetzen.

statt WerkStadt?
nichts gegen ein zivilgesellschaftliches engagement, wie die WerkStadt das in ihrem prospekt auch postultiert. was aber hier in den startlöchern steht, stellt sich nach einem genaueren blick hinter die bunt gestaltete technokratenschreiben eher als wirtschaftslobby denn als vertretung der interessen der grossen bevölkerungsschichten im quartier dar. das projektteam (s. prospekt) ist entsprechend zusammengesetzt. und das ganze schmückt sich dann ja auch mit dem
logo von standortmarketing oerlikon. auch diese jungs stehen sichtbar nicht für die interessen der mieterInnen und lohnempfängerInnen im quartier. sie formulieren ihr ziel so: "Erhöhung der Attraktivität von Oerlikon für Unternehmen, Beschäftigte, Studierende, Besucher/-innen sowie Bewohner/-innen"...jaja, 'sowie Bewohner/-innen'. schön, dass wir auch noch vorkommen!


was wir brauchen
wir brauchen in züri nord eine lobby für guten günstigen wohnraum, gut ausgebauten öffentlichen verkehr, eine der bevölkerungszahl angemessene infrastruktur: in den neubaugebieten die schulhäuser und kindergärten, die horte und krippen, die post und die migros ausbauen!
fehlt nur noch zu sagen: am 7. märz leute wählen, die dafür einstehen!

Dienstag, 2. Februar 2010

ercan stellt aus: kunst&künstler aus dem kreis 11

unser kollege ercan richter macht kunst. nicht nur das: er kandidiert auch auf der AL-liste für einen sitz im gemeinderat. und stellt aus: vom 4. märz an zusammen mit anderen künstlerInnen in der 'Galerie Annamarie M. Andersen' im kreis 2.

Sonntag, 31. Januar 2010

Dietikon: AL neu im Gemeinderat – Glanzresultat für Ernst Joss bei Stadtratswahl

Alternative Liste und Grüne sind Wahlgewinner in Dietikon. Die AL zieht neu mit einem Sitz in den Gemeinderat ein, die Grünen gewinnen ein Mandat dazu. Gewählt ist Ernst Joss, der bei den Stadtratswahlen mit 845 oder 26.4% der abgegebenen Stimmen ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Damit ist das erste Wahlziel der AL erreicht: neben Zürich und Winterthur auch im Parlament von Dietikon vertreten zu sein.
Der Vormarsch von AL und Grünen geht zulasten von SP und CVP, die je einen Sitz verlieren. Insgesamt ist der Saldo für Linksgrün jedoch positiv, da dem Sitzverlust der SP zwei linksgrüne Gewinne gegenüber stehen. Den Sprung ins Parlament verdankt die AL nicht zuletzt zahlreichen Panaschierstimmen, vor allem auf grünen Listen. Im Gegensatz zu Wädenswil, wo sie zwei Sitze dazugewinnt, kann die SVP weder in Dietikon noch in Schlieren zulegen und bleibt auf ihrem bisherigen Stand.

Und hier gibt's mehr Infos zur AL Limmattal und hier die Wahlergebnisse von der Homepage Dietikon.

Sonntag, 24. Januar 2010

smartvote? smart? … eine kritische würdigung

seit heute ist smartvote für die stadtzürcher stadt  und gemeinderatswahlen aufgeschaltet.
was ist smartvote? „smartvote ist eine wissenschaftlich konzipierte Online-Wahlhilfe für [...] Wahlen in der Schweiz. Anhand von Sach- und Einstellungsfragen werden die politischen Profile der Kandidierenden erfasst und in einer Datenbank gespeichert. Wählerinnen und Wähler können anschliessend dieselben Fragen beantworten, worauf smartvote diejenigen Kandidierenden zur Wahl empfiehlt, welche die grösste politische Übereinstimmung aufweisen.“ so weit smartvote über smartvote.

alles so schön bunt und glänzend?
zum frage-antwort spiel: smartvote gestaltet einen frage-raum. antworten sind nur innerhalb dieses raums möglich. lassen sich darin meine politischen positionen als antworten formulieren? wie weit schränkt dieser raum ein, normiert, reduziert? ein beispiel: constantin seibt zitiert im artikel „Rive-Reine: Die geheimste Konferenz der Schweiz“ einen berater: «Es gibt dieses Jahr bei Rive nur zwei wirklich wichtige Themen: die Bekämpfung der Abzocker-Initiative. Davor fürchtet man sich sehr. Und die Frage, wie Taxen für Boni und Banken zu vermeiden sind.» solche dimensionen fehlen im frageraum, der sich aber sonst eng an vergangene und künftige initiativen und geplante administrative massnahmen hält.
im visier von smartvote - the spider and the fly
zum spielen mit der gaussschen glockenkurve: wäre ich der durchschnitt (der smartvotebefrager), würde mich der durschschnitt wählen. soll ich also, um gewählt zu werden, möglichst dem durchschnitt das wort reden? hmm…natürlich nicht. aber der gedanke lauert beim ausfüllen schon. ein klares nein und noch eins und noch eins…und schon bin ich bei vielen nicht mehr auf der ersten bildschirmseite. und vom googlen wissen wir ja: was weiter hinten kommt, das hat verloren.

die list der liste: parteien brauchen listenstimmen. die sitzzuteilung an die parteien erfolgt nämlich aufgrund der gesamtstädtisch erzielten stimmen. smartvoterInnen nehmen sich häufig die leere liste und machen daraus eine eigene, wild gemischte. was eben smartvote ihnen empfiehlt. gerade wir von der AL brauchen aber auch darum listenstimmen: wir wollen wieder fraktionsstärke…

und hier noch ein paar links auf weitere kritische stimmen zu smartvote: tagesschau.de / ard … National Centres of Competence in Research … Jacqueline Badran (blog) … pda-bern

ich wähle walter angst als stadtrat. warum? darum:

ich kenne wädi schon lange, fast ewig, weit über zehn jahre also... in dieser zeit haben wir sehr eng zusammen gearbeitet. politisch. und dabei habe ich ihn auch gut kennen gelernt. persönlich. auf unserer agenda standen das aufgleisen von grossanlässen und über die jahre verhandlungen mit parteien, gewerkschaften, dem stadtrat und der polizeiführung, politische bildungsveranstaltungen und die krisenintervention wenn’s knallte und qualmte, im kleinen wie im grossen. das meiste ist uns gut gelungen. nicht zuletzt auch wegen wädis qualitäten: eine klare politische haltung. links. ein klarer kopf, hände, die auch zupacken, ein gutes gespür für das machbare. ein starker wille und … nun ja, wir haben uns auch gestritten. auch das kann er. und wenn’s klar wird: sich entweder durchsetzen oder zurück buchstabieren. wädi setzt sich ein, ist mit rat zur stelle, wenn im quartier was laufen muss, ist gut vernetzt und liefert rasch die infos, die es braucht. für mich reicht das. wädi gehört in den stadtrat. und nicht vergessen: nachwuchs für ihn in den gemeinderat wählen! wir von der AL haben genug gute leute.
item. meine empfehlung: ‚Angst Walter, 1961, Leiter Kommunikation Mieterverband’
markus pfister, AL11
dossier zur medienkonferenz vom 21.1.2010 "Komitee „Walter Angst in den Stadtrat“"

und wo, bitte, liegt kubaa?


wär's ein tippfehler, läge kuba in der karibik. aber es ist keiner. und kubaa liegt in affoltern. gestern lag kubaas neues programm im briefkasten. in kubaa findet kultur statt, selber organisiert, selber gemacht, günstig und gut. jeden dienstag ist die bar offen, von 20-23 uhr, am letzten donnerstag im monat ist oldies-bar, theater und konzerte sind auf der homepage ausgeschrieben.
im briefkasten lag auch ein brief, ebenfalls aus kubaa. kubaa sucht leute, die mit machen, damit kubaa weiter machen kann: "Der Verein Kulturbahnhof Affoltern (KuBaA) sucht junge Menschen, welche im Quartier Affoltern etwas bewegen wollen", schreiben die kubaanerInnen. affoltern hat das dringend nötig, da sind wir uns einig. und wir von der AL gehen auch hin und wieder in's kubaa, trinken ein bier und bezahlen es - das ist übrigens die einzige finanzielle verbindung zwischen kubaa und der AL! wir schätzen so was. einfach so.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Druckfrisch und brandaktuell: mit einem Mausclick zum Flyer der AL11



In Affoltern wurden in den letzten Jahren Hunderte von Wohnungen für Familien, aber kein Schulhaus gebaut. Im Ruggächer werden die Kinder behelfsmässig in Pavillons unterrichtet – auf einem Areal im Altlastenverdachtskataster!
Die im Gemeinderat versprochene Arealsanierung wurde aus Spargründen gestrichen. All das wurde erst auf Protest besorgter Eltern und einer Anfrage von AL-Gemeinderat Walter Angst publik.
Das Neubauquartier braucht ein richtiges Schulhaus. Um die Schulziele zu erreichen sieht der Lehrplan Zusatzräume wie Bibliothek, Sing- und Aufführsaal, Werkraum, Sporthalle und Schwimmbad vor. Die Pavillons erfüllen diese Aufgabe ungenügend.
2004 hat der Stadtrat das Schulhaus aus dem Finanzplan gestrichen. Jetzt stellt er eine Realisierung für 2015 in Aussicht. Kein Vergleich mit dem Express-Fahrplan für das Stadion Letzigrund oder die Neuplanung des Kongresshauses! Im Gemeinderat werde ich mich dafür einsetzen, dass Affoltern nicht weiterhin so nachlässig behandelt wird.

a bit rich: hoch bezahlte jobs vernichten, schlecht bezahlte schaffen gesellschaftlichen wert

die hortnerin von martin schafft mit jedem franken, den sie kostet, 7 franken an gesellschaftlichem wert. der banker, ennet dem hügel, an der bahnhofstrasse, der vernichtet mit jedem der vielen franken, die er kostet, 7 franken an gesellschaftlichem wert.
die studie ,A Bit Rich: Calculating the real value to society of different professions’ des britischen think-and-do-tank nef berechnet den gesellschaftlichen wert verschiedener tätigkeiten. wir gucken neugierig zu und sehen dabei, dass in der regel die kosten, die bei der produktion von waren und dienstleistungen für gesellschaft und umwelt entstehen, nicht in die kapitalrendite eingerechnet werden. das führt dazu, dass die kollateralschäden von banking und steueroptimierung sozialisiert werden. gesellschaftlich wert schöpfende tätigkeiten wie soziale arbeit, pädagogik und kinderbetreuung werden hingegen unter ihrem wert bezahlt. (1) die autorInnen der studie liefern uns material gegen die macht heutiger mythen, dass nämlich wer mehr verdient auch mehr arbeitet, die privatwirtschaft besser ist als staat und service public, eine vertikale mobilität möglich ist etc.
weil nef nicht nur ein think-, sondern eben auch ein do-tank ist, wird mit den unterlagen handeln möglich: tätigkeiten gesellschaftlich anders bewerten und die rechte hegemonie über die definitionsmacht brechen. den kopf klar machen und an der urne, aber nicht nur dort, klarschiff machen.

(1) das sozialdepartement hat in einer etwas anders gelagerten studie den volkswirtschaftlichen nutzen von kindertagesstätten berechnet.

telepolis hat ebenfalls über die studie berichtet.

Samstag, 16. Januar 2010

Kleine Quartiertour Leutschenbach - Samstag, 6. Februar, 10 Uhr

Wir treffen uns um 10 Uhr am Bahnhof Oerlikon vor dem Kiosk und fahren mit der Glatttalbahn (11er, Abfahrt 10.09) zum Leutschenbachpark. 
Die Architektin und AL11-Spitzenkandidatin Catherine Rutherfoord und unser Stadtratskandidat Walter Angst erläutern die wohnpolitischen Vorstössen der AL und die Einzelinitiative „Städtische Wohnsiedlung Heineken-Areal“, Zu Fuss geht es durch den Leutschenpark zur neu gebauten ultradichten privaten Siedlung Andreaspark, vorbei am Genossenschaftsprojekt „Mehr als Wohnen“.

Ab 11h findet eine Führung durch das neue Schulhaus Leutschenbach mit Architekt Mike Critchley. Anschliessend Lunch in der Fernsehkantine, Spaziergang durch den Glattpark und zurück mit dem 10er nach Oerlikon.

Mit einem Mausclick zum AL-Wahlflugi:


OECD-Bericht: Wir bezahlen die höchsten Mieten und Nebenkosten

wer jeden monat einen erheblichen teil des einkommens für die unverzichtbare mietwohnung aufbringen muss, weiss es ja eigentlich schon lange: "Lowering the high cost of housing would raise economic welfare considerably". müssten wir weniger zinsen, hätten wir mehr geld für anderes zur verfügung - geld, das ausgegeben und nicht gehortet würde.
eine zusammenfassung dieses kapitels der "Economic Survey of Switzerland 2009" findet sich im tagi-online.
die vorschläge der OECD, wie die mietkosten zu senken wären, sind chabis und klingen wie gerhard schwarz' ceterum censeo in der NZZ: mehr markt, mehr markt, määh murks.
suchen wir nach gründen für die hohen mieten, werden wir rasch fündig: günstige altbauwohnungen werden teuer 'aufgewertet' oder abgerissen und durch teure neubauwohnungen ersetzt. preistreibend stecken da nicht nur private investoren und vermehrt auch genossenschaften dahinter. michael tönig vom mieterverband bringt es auf den punkt: «Viele Gemeinden wollen wegen des Steuerwettbewerbs keine neuen Genossenschaftswohnungen, sondern setzen voll auf Einfamilienhauszonen.» und enden dann wie wollerau. oder bald mal zürich, wo die FDP-stadträtin martelli mit falschen zahlen und tendenziösen aussagen wahlkampf für mehr privates laissez faire macht.

wir von der AL aber schlagen vor:
  • günstigen wohnraum erhalten!
  • günstigen wohnraum schaffen!
wir setzen uns zB bei der geplanten überbauung zollfreilager und heineken areal auch im gemeinderat dafür ein.

Wohnraum statt Albtraum!

ps: damit du nicht auch noch mehr miete zahlst, als du musst: der mieterverband publiziert regelmässig anleitungen, wie senkungsbegehren gestellt werden können: Runter mit den Mieten. So kommen Sie zu ihrem Recht.


Freitag, 15. Januar 2010

Ruggächer-Pavillons: stadträtliche Weisung für den Ausbau der Provisorien

Die Weisung des Stadtrates (6.1.10) liegt vor. Fein säuberlich wird vorgerechnet, was uns die Fehlplanung des Schuldepartements und die Unfähigkeit des Hochbaudepartements kostet: zusammen mit den ersten beiden Pavillons und dem Rückbau werden wohl Kosten von CHF 15 Mio. anfallen - bald mal 1/3 dessen, was dannzumal der Schulhausbau kosten wird. Nicht eingerechnet sind die Kosten der 'Kollateralschäden', unter denen die SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern zu leiden haben, wenn die Schulzeit in engen, dezentralen und schadstoffbelasteten Provisorien verbracht werden muss.
In der Medienmitteilung des Hochbaudepartements vom 11.12.09 wird versprochen, belastete Böden würden saniert. Das versprach das Departement dem Gemeinderat bereits vor dem Bau der ersten Pavillons. Das Versprechen wurde nicht eingehalten, die Pavillons stehen auf einer Mülldeponie, das hoch belastete Gelände zwischen der ersten und zweiten Bauetappe wird jetzt "mit einem Vlies und darüber mit einer rund 20 cm dicken Erd- und Humusschicht abgedeckt. Anschliessend wird es mit Pflanzen verschönert" (aus der Medienmitteilung).
Für weitere Informationen zu den Pavillons siehe "Skandal im Schuldepartement: mehr giftige Pavillons für die Affoltemer Kinder" früher in diesem Blog.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Medienkonferenz Gemeinderatswahlen vom 14. Januar 2010

Die AL vertritt folgende Forderungen:
  • Zürich als offene Stadt für alle sozialen Schichten
  • Volles Stimm- und Wahlrecht für Nicht-SchweizerInnen mindestens auf kommunaler Ebene nach fünf Jahren Aufenthalt: Waadt, Neuenburg und Jura zeigen, dass das geht.
  • Aktive statt reaktive Integrationspolitik
  • Gleichbehandlung von MigrantInnen aus dem EU- und dem Nicht-EU-Raum
  • Höhere Gewichtung von Sprache und Kultur grösserer Migrationsgruppen in der Volksschule
  • Legalisierung der Sans-Papiers, gesicherter Zugang ihrer Familien zu medizinischer und psychologischer Betreuung
  • Keine Sackgassen bei der Bildung: Ungeschmälertes Recht auf Schulbildung und Möglichkeit von Berufsausbildung für Kinder von Sans-Papiers.
  • Integration und Gleichstellung statt Sonderregelungen für Menschen mit Behinderung
  • Volle Gleichstellung aller Geschlechter in allen Lebensbereichen, insbesondere kein Zwang zur Zuordnung zu den Kategorien Mann / Frau
  • Weiterführung der innovativen und fortschrittlichen Drogenpolitik statt simplen Vertreibungsrezepten, stärkerer Einsatz der Stadt Zürich bei Kanton und Bund für eine kohärente Suchtpolitik
  • Keine weitere Zerstörung von Quartierstrukturen, die auf Vielfalt basieren, Unterstützung von Selbsthilfe- und Eigeninitiativen
für wissensdurstige mit viel zeit: hier gibt's die vollständigen unterlagen zur medienkonferenz.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Wirksam AL wählen: Ein kleines WählerInnen-ABC

  1. Jede Stimme für die AL ist nützlich, auch in einem Wahlkreis, wo wir kaum eine Chance auf einen Sitz haben. Die Sitzzuteilung an die Parteien erfolgt nämlich gesamtstädtisch aufgrund der in der ganzen Stadt, in allen Wahlkreisen erzielten Stimmen. Es gibt also keine „verlorenen“ Stimmen.
  2. Ausschlaggebend für die Sitzzuteilung sind die Parteistimmen. Die Zahl der Parteistimmen entspricht jeweils der Zahl der in einem Wahlkreis zu vergebenden Sitze. Lesebeispiel: Im Kreis 3 kann bei 15 Sitzen jede(r) Wählende 15 Parteistimmen abgeben.
  3. Wer die AL optimal unterstützen will, legt also die AL-Liste 7 unverändert ein. Im Kreis 3 erhält die AL damit alle 15 möglichen Parteistimmen.
  4. „Kumulieren“: Auch wer lediglich einzelne AL-KandidatInnen doppelt aufführt („kumuliert“), gibt der AL immer noch alle 15 möglichen Parteistimmen.
  5. „Panaschieren“ auf AL-Liste: Wer die AL-Liste 7 nimmt, drei AL-KandidatInnen streicht und an ihrer Stelle zwei Grüne und einen SP-ler aufführt („panaschiert“), schwächt die Stimmkraft der AL, gibt ihr aber immer noch das Gros seiner Stimmen: die AL erhält 12 Parteistimmen, die Grünen 2 und die SP 1.
  6. „Panaschieren“ auf fremder Liste: Wer eine andere Liste (z.B. Grüne) nimmt und darauf 2 ALKandidatInnen je zweimal aufführt („panaschiert“), bringt der AL am wenigsten Stimmen: die AL erhält nur 4, die Grünen dagegen 11 Parteistimmen.
  7. Fazit: Als Parteiliste auch beim Panaschieren immer die Liste 7 der AL nehmen!

Dienstag, 12. Januar 2010

Wohnen...Energie...Finanzen...Soziales...Stadtentwicklung...Verkehr...Vielfalt

Fachleute der AL haben sich eingehend mit den Themen Wohnen, Energie, Finanzen, Soziales, Stadtentwicklung, Verkehr, und Vielfalt auseinandergesetzt. Zusammen gekommen ist eine Sammlung lesenswerter kurzer Texte, die wir allen Interessierten zur Lektüre empfehlen möchten.

Sonntag, 10. Januar 2010

Die Liste der Gemeinderats-KandidatInnen der AL im Kreis 11

Wahlkreis 11 smartvote
1 Rutherfoord Catherine 1961 Architektin FH, smartvote
1 Rutherfoord Catherine 1961 Architektin FH
2 Kirstein Andreas 1963 Stv. Direktor ETH-Bibliothek, smartvote
2 Kirstein Andreas 1963 Stv. Direktor ETH-Bibliothek

3 Sanz Julia C. 1957 Dipl. Geografin/Schulevaluatorin, smartvote
4 Pfister Markus 1960 Leiter Quartierzentrum TEZET Oerlikon, smartvote 
5 Huonker Laura 1981 Theaterregisseurin, smartvote 
6 Praxmarer Fritz 1948 Stromsparberater/Schriftsteller, smartvote 
7 Giger Simone 1974 Ethnologin, smartvote 
8 Wälle Yves 1973 Schreinereimitarbeiter, smartvote 
9 Dieziger Karin 1969 Sozialarbeiterin
10 Richter Oktay (Ercan) 1961 Kunstmaler
11 Dulik Rahel 1988 Assistentin/Sekretärin
12 Horvath Franz 1964 Historiker, lic.phil.I, smartvote
13 Göldi Regula 1971 Pflegefachfrau, smartvote
14 Bütikofer Kaspar 1965 Gewerkschaftssekretär, smartvote 
15 Stauffer Marlen 1989 Studentin
16 Bürer Dominik 1977 Student, smartvote 
17 Steinberger Natalie 1968 Reisebüroangestellte/Mutter
18 Bechtiger Thomas 1970 Mechaniker/Selbständig
19 Grigo Jacqueline 1972 Ethnologin, lic.phil.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

AL-Medienkonferenz vom 15 Dezember 2009; Wohnraum statt Albtraum

Die AL zieht zum Thema „Bezahlbar Wohnen“ Bilanz und präsentiert ihre zahlreichen aktuellen Vorstösse, siehe Beilage. 

Der Zürcher Stadtrat hat mit seiner rot-grünen Mehrheit seit 1990 viel Positives erreicht, doch in Fragen der Stadtentwicklung hat sich die „Ledergerber-Martelli GmbH“ immer mehr dem Mehrwert- und Boomtown-Denken gebeugt. Für Leute mit kleinem Budget, Gewerbler und Kreative zunehmend ein Problem. Erst jetzt, wo es auch den Mittelstand (Seefeld) massiv betrifft, kommt die Stadtregierung langsam davon weg.

Sternmarsch vom 14. Dezember 2009

Unter dem Motto „Bezahlbar wohnen in der Stadt“ marschierten Gruppen aus dem Seefeld, Fluntern, Enge/Wollishofen, Altstadt, Aussersihl und Industriequartier zur Schlusskundgebung auf der Gemüsebrücke. Veranstalter waren hauptsächlich die entsprechenden Quartiervereine und Arbeitsgruppen betroffener MieterInnen. Der Mieter- und Mieterinnenverband der Stadt Zürich hätte sich gerne beteiligt, wurde aber mit den Worten „es solle keine politische Veranstaltung sein“ abgewiesen? Warum wurden dann viele so SP- und vereinzelte Grüne-Fahnen geschwungen? Die AL verteilte Flyer, mit denen sie ihre vielfältigen Aktivitäten und Vorstösse darlegt, um die unglaubliche Spekulationswelle zu bremsen.

Montag, 21. Dezember 2009

Städtische Wohnüberbauung in Zürich Nord


Mit einer im Rat breit unterstützten Einzelinitiative verlangt die Architektin Catherine Rutherfoord (AL) eine städtische Wohnüberbauung auf dem von der Stadt erworbenen Heineken-Areal im Leutschenbach-Quartier. Damit Wohnqualität und Preis stimmen, soll die bauliche Dichte reduziert und ein Abschreiber auf dem Landwert vorgenommen werden.

Freitag, 18. Dezember 2009

Was den Kreis 11 lebenswert macht ...

... unter vielem anderen das reiche Vereinsleben. Kleines Beispiel gefällig? Weihnachtsfeier der Twist Taekwondo Schule. Die Schule trainiert speziell Kinder und Jugendliche und wird von einem Verein getragen, der sich hauptsächlich aus den Eltern der Kinder rekrutiert. Einziger Wermutstropfen beim uneigennützigen Engagement des Vereins: Annehmbare Trainingsräume für sinnvolle Freizeitgestaltung zu finden ist auch und gerade im Kreis 11 sehr sehr schwierig.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Kulturbar Oase 50: Ein weiteres Stück kultureller Freiraum ist (vorerst) Geschichte.

Infolge Verkauf des Geländes und Neubau einesVerwaltungs- und Produktionsgebäudes (FREITAG lab. ag etc.) hat die Kulturbar Oase 50 den Betrieb im Castellino per Ende September 2009 aufgegeben!

Der Vorstand prüft verschiedene Nachfolgelösungen wie Accu Quartiertreff, Pavillon im Oerliker Park sowie Miete im neuen Gebäude, um auch zukünftig  mit Barbetrieb und Kultur zur Attraktivität von Neu-Oerlikon beizutragen.

Samstag, 12. Dezember 2009

Skandal im Schuldepartement: mehr giftige Pavillons für die Affoltemer Kinder


Die Schulraumplanung hat in Affoltern versagt: das Schulhaus Ruggächer wird wohl 'trotz  aller Bemühungen und Beschleunigungsbestrebungen nicht vor 2015 in Betrieb genommen werden' - so CVP-Stadtrat Lauber. Klartext hört man hinten rum: realistisch ist 2017. Die Kinder aus der Neubauzone Ruggächern werden also einen grossen Teil ihrer Schulzeit in Pavillons verbringen - teilweise auf und neben Sondermülldeponien (Blog 'Ruggieltern' berichtete ausführlich).
Das Hochbaudepartement der scheidenden FDP-Stadträtin Martelli wird nun im Auftrag des Schuldepartements weiter Pavillons und eine provisorische Turnhalle in der Nähe der bereits bestehenden Pavillons aufstellen. Zudem soll der Giftmüll im Boden zwischen den bisherigen und den neuen Pavillons kaschiert werden (Lauber spricht von 'mehr Grün' und von 'Baubrache'.

...und das ganze kostet geld... 
Ja, klar, wie alles. Unter'm Strich kostet das Aufstellen aller bisherigen und geplanten Pavillons und der Turnhalle runde 10 Millionen Franken. Nicht eingerechnet sind zB Zusatzkosten im laufenden Betrieb durch die dezentrale Struktur und der höhere Betriebsaufwand pro Schulplatz durch die Pavillonstruktur. Dafür spart Lauber und sein Departement an den Kindern: der Lehrplan (zB Lehrplan für die Kindergartenstufe) sieht Zusatzräume vor: "Zusätzliche Räume wie Bibliothek, Sing- und Aufführsaal, Werkraum, Sporthalle und Schwimmbad und eine geeignete Ausstattung dieser Räume stehen der Kindergartenstufe in einem Ausmass zur Verfügung, das die Erreichung der Lehrplanziele ermöglicht und erleichtert." Diese Räume werden unseren Kindern während der ganzen Pavillon-Schulzeit vorenthalten!



Diese Pavillons vergiften unsere Kinder - und Stadtrat Lauber lüftet...

Neu ist, dass nicht nur der Boden unter den Pavillons vergiftet ist, nein, auch die Pavillons selber vergiften unsere Kinder! In vier von sieben vermessenen Pavillons wurde der Richtwert für die krebserregende Substanz Formaldehyd überschritten. Richtwerte werden auf Erwachsene ausgemessen. Die Kinder verbringen täglich 4 bis 8 Stunden in den Räumen. Warum die Luft in den Pavillons giftig ist, konnten die Aemter nicht klären. Es werden jetzt erst mal als Pilotanlage in einem betroffenen Pavillon Lüftungen eingebaut: wir können getrost von Symptombekämpfung sprechen...

(Bericht der NZZ über die Erweiterung der Pavillons in Affoltern und über die Belastung der Atemluft in den Pavillons durch krebserregendes Formaldehyd)
(Antwort auf die Anfrage des AL-Gemeinderates Walter Angst zu ruggächern und die Medienmitteilung des Stadtrats)

Was tut die AL

Bei der AL sind Menschen, die nicht zuschauen wollen, wie es kalt wird in der Schweiz: Kalt für Arbeitslose, für SozialhilfeempfängerInnen, für MigrantInnen, Frauen und Kinder.
Wir treffen uns alle zwei Monate zu Vollversammlungen, geben vier bis sechs Mal im Jahr ein AL-Info heraus und mischen uns in politische Auseinandersetzungen ein. Die AL gibt es auch in Winterthur, Schaffhausen und Aargau. Bei den letzten drei Nationalratswahlen arbeiteten wir mit der PdA und SolidaritéS im Verbund “A Gauche toute” zusammen. Zurzeit unterstützt die AL Zürich von ”La Gauche - Linke Alternative - La Sinistra” die zersplitterten Kräfte der radikalen Linken zu sammeln und eine nationale Plattform zu bilden (www.linke-alternative.ch ).

Wahlkampf 2010

Zur Unterstützung unseres Wahlkampfes haben wir diesen Blog installiert.