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Dienstag, 2. März 2010

Runter mit den Mieten!

Noch keine Mietzinssenkung erhalten? Dann wird’s jetzt höchste Zeit. Das Bundesamt für Wohnungswesen hat soeben bekannt gegeben, dass der Durchschnittszins der Hypotheken weiter gesunken ist und der für die Mietzinsberechnung entscheidende Referenzzins bei tiefen 3.0 Prozent stehen bleibt. Wer 2009 keine Mietzinssenkung erhalten hat sollte jetzt die Mietzinssenkung verlangen. Bis zu 6 Prozent weniger Miete kann die Belohnung sein.

Einschenken kann das vor allem bei jenen Mieterinnen und Mietern, die Ende 2008 oder später in eine teure Neubauwohnung eingezogen sind. Wer 2000 Franken Miete zahlt kann pro Jahr mehr als 1200 Franken sparen. Bei einer Nettomiete von 2500 Franken liegt das Sparpotential bereits bei 1500 Franken.
Beim Mieterverband kann man nicht nur einen Musterbrief für die Mietzinssenkung und eine Anleitung zum Vorgehen beziehen.
Der MV kontrolliert auch gratis, ob sich in deinem Fall ein Senkungsbegehren lohnt: das Webformular des MV genau ausfüllen und möglichst Mietvertrag und die letzte Mietzinserhöhung einscannen und gleich mit abschicken: Spätestens zehn Tage später weiss man, ob man den Senkungsbrief an die Verwaltung abschicken sollte.
 
Wahlempfehlungen des Miterverbandes für die Gemeinderatswahlen Stadt Zürich

Freitag, 26. Februar 2010

den frühling selber in die hand nehmen - jetzt, wo der schnee weg ist

Es färbte sich die Wiese grün
Und um die Hecken sah ich blühn,
Tagtäglich sah ich neue Kräuter,
Mild war die Luft, der Himmel heiter.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.


so dichtete der deutsche romantiker novalis im ausgehenden 16. jahrhundert. kurz: der frühling kam. und sollt auch hier, in zürich. bald. nur das mit dem blühen, da müssen wir immer wieder selber etwas nachhelfen. denn hier draussen, am nördlichen stadtrand, da wimmelt es nur so von vernachlässigten ungepflegten ecken (als beispiel mag die brache bahnhof affoltern dienen). nicht, dass wir scharf auf die rabattenästhetik von grün stadt zürich wären, nein, deshalb helfen wir ja auch lieber selber etwas nacht. guerilla gardening nennt sich das, und SF1 hat über einen der zürcher pioniere (ein werk von ihm) bereits einen beitrag gesendet.

kulturplatz vom 28.05.2008

anleitungen für geeignetes saatgut gibt es auf den seiten von green guerillas und guerrillagardening, saatgut bei migros, coop und spezialgeschäften.
bei der gestaltung des lebensraums gibt es viel zu tun - einen teil davon können wir auch selber anpacken. denn es gibt nichts gutes…ausser man tut es!

Samstag, 16. Januar 2010

OECD-Bericht: Wir bezahlen die höchsten Mieten und Nebenkosten

wer jeden monat einen erheblichen teil des einkommens für die unverzichtbare mietwohnung aufbringen muss, weiss es ja eigentlich schon lange: "Lowering the high cost of housing would raise economic welfare considerably". müssten wir weniger zinsen, hätten wir mehr geld für anderes zur verfügung - geld, das ausgegeben und nicht gehortet würde.
eine zusammenfassung dieses kapitels der "Economic Survey of Switzerland 2009" findet sich im tagi-online.
die vorschläge der OECD, wie die mietkosten zu senken wären, sind chabis und klingen wie gerhard schwarz' ceterum censeo in der NZZ: mehr markt, mehr markt, määh murks.
suchen wir nach gründen für die hohen mieten, werden wir rasch fündig: günstige altbauwohnungen werden teuer 'aufgewertet' oder abgerissen und durch teure neubauwohnungen ersetzt. preistreibend stecken da nicht nur private investoren und vermehrt auch genossenschaften dahinter. michael tönig vom mieterverband bringt es auf den punkt: «Viele Gemeinden wollen wegen des Steuerwettbewerbs keine neuen Genossenschaftswohnungen, sondern setzen voll auf Einfamilienhauszonen.» und enden dann wie wollerau. oder bald mal zürich, wo die FDP-stadträtin martelli mit falschen zahlen und tendenziösen aussagen wahlkampf für mehr privates laissez faire macht.

wir von der AL aber schlagen vor:
  • günstigen wohnraum erhalten!
  • günstigen wohnraum schaffen!
wir setzen uns zB bei der geplanten überbauung zollfreilager und heineken areal auch im gemeinderat dafür ein.

Wohnraum statt Albtraum!

ps: damit du nicht auch noch mehr miete zahlst, als du musst: der mieterverband publiziert regelmässig anleitungen, wie senkungsbegehren gestellt werden können: Runter mit den Mieten. So kommen Sie zu ihrem Recht.


Dienstag, 12. Januar 2010

Wohnen...Energie...Finanzen...Soziales...Stadtentwicklung...Verkehr...Vielfalt

Fachleute der AL haben sich eingehend mit den Themen Wohnen, Energie, Finanzen, Soziales, Stadtentwicklung, Verkehr, und Vielfalt auseinandergesetzt. Zusammen gekommen ist eine Sammlung lesenswerter kurzer Texte, die wir allen Interessierten zur Lektüre empfehlen möchten.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

AL-Medienkonferenz vom 15 Dezember 2009; Wohnraum statt Albtraum

Die AL zieht zum Thema „Bezahlbar Wohnen“ Bilanz und präsentiert ihre zahlreichen aktuellen Vorstösse, siehe Beilage. 

Der Zürcher Stadtrat hat mit seiner rot-grünen Mehrheit seit 1990 viel Positives erreicht, doch in Fragen der Stadtentwicklung hat sich die „Ledergerber-Martelli GmbH“ immer mehr dem Mehrwert- und Boomtown-Denken gebeugt. Für Leute mit kleinem Budget, Gewerbler und Kreative zunehmend ein Problem. Erst jetzt, wo es auch den Mittelstand (Seefeld) massiv betrifft, kommt die Stadtregierung langsam davon weg.

Sternmarsch vom 14. Dezember 2009

Unter dem Motto „Bezahlbar wohnen in der Stadt“ marschierten Gruppen aus dem Seefeld, Fluntern, Enge/Wollishofen, Altstadt, Aussersihl und Industriequartier zur Schlusskundgebung auf der Gemüsebrücke. Veranstalter waren hauptsächlich die entsprechenden Quartiervereine und Arbeitsgruppen betroffener MieterInnen. Der Mieter- und Mieterinnenverband der Stadt Zürich hätte sich gerne beteiligt, wurde aber mit den Worten „es solle keine politische Veranstaltung sein“ abgewiesen? Warum wurden dann viele so SP- und vereinzelte Grüne-Fahnen geschwungen? Die AL verteilte Flyer, mit denen sie ihre vielfältigen Aktivitäten und Vorstösse darlegt, um die unglaubliche Spekulationswelle zu bremsen.

Montag, 21. Dezember 2009

Städtische Wohnüberbauung in Zürich Nord


Mit einer im Rat breit unterstützten Einzelinitiative verlangt die Architektin Catherine Rutherfoord (AL) eine städtische Wohnüberbauung auf dem von der Stadt erworbenen Heineken-Areal im Leutschenbach-Quartier. Damit Wohnqualität und Preis stimmen, soll die bauliche Dichte reduziert und ein Abschreiber auf dem Landwert vorgenommen werden.