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Montag, 8. März 2010

unser wahlsieg

warum wir am sonntag abend in der mars-bar unseren wahlsieg feiern konnten? welchen wahlsieg? nun, das ist so:

die AL hat jetzt im GR fraktionsstärke!
die fraktionsstärke -in zürich ab 5 und mehr sitzen- ist von zentraler bedeutung, weil die AL nur mit einer fraktion einsitz in den spezialkommissionen und im büro (geschäftsleitung des gemeinderats) nehmen kann. ohne kommissionssitze ist man von wesentlichen informationen ausgeschlossen. die kampagne und das jetzt laufende referendum gegen den land-deal im hardturm zum beispiel wäre ohne die insider-information von kommissionsmitglied wädi angst nicht denkbar. Als fraktion hat man auch erweiterte rede- und interventionsrechte bei den debatten. hätten wir nur 4 sitze gemacht, hätten wir eine fraktionsgemeinschaft mit den grünen machen müssen (so wie die evp jetzt mit der cvp). zudem bringt eine fraktion erheblich materielle vorteile: es gibt pro jahr einen fixbeitrag von fr. 12'600.-.

die AL gewinnt wählerInnen - fast 50% mehr als vor vier jahren!
gegenüber 2006 gewinnen wir knapp 1000 neue wählerInnen und steigern uns von 2‘517 auf 3‘499; trotz deutlich gestiegener wahlbeteiligung können wir uns auch prozentual von 3.66% auf 4.18% verbessern. bei den stadtratswahlen erreicht wädi angst mit 9‘544 stimmen ein spitzergebnis. mit 12.2% figuriert er auf jeder achten eingelegten stadtratsliste.

AL erobert erneut Fraktionsstärke – Spitzenergebnis für Wädi Angst

Die Zürcher Stadt- und Gemeinderatswahlen sind für die AL äusserst erfolgreich verlaufen.
Gegenüber 2006 gewinnen wir knapp 1000 neue WählerInnen und steigern uns von 2‘517 auf 3‘499; trotz deutlich gestiegener Wahlbeteiligung können wir uns auch prozentual von 3.66% auf 4.18% verbessern. Bei den Stadtratswahlen erreicht Wädi Angst mit 9‘544 Stimmen ein Spitzergebnis. Mit 12.2% figuriert er auf jeder achten eingelegten Stadtratsliste.

Die AL-Fraktion
Neben den drei Bisherigen – Walter Angst (Kreis 3), Alecs Recher und Niggi Scherr (Kreis 4/5) - die komfortabel wiedergewählt werden, ziehen neu für die AL Richi Wolff (Kreis 10) und Catherine Rutherfoord (Kreis 11) in den Gemeinderat ein.

Neue Situation im Stadt- und Gemeinderat...(und zum Vergleich der Kafisatz)
Während sich beim Stadtrat erwartungsgemäss das SP-Grüne-Ticket mit 6 von 9 Sitzen durchsetzt, geht im Gemeinderat die bisherige linksgrüne Mehrheit verloren. Statt der absoluten Mehrheit von 63 der 125 Sitze kommt Linksgrün nur noch auf 58: Zwar holt die AL wieder 5 und die Grünen wieder 14 Sitze, aber die SP verzeichnet 5 Sitzverluste. Schmerzhaft ist der Verlust der absoluten Mehrheit, weil das Quorum von 63 Stimmen matchentscheidend ist für die Dringlicherklärung von parlamentarischen Vorstössen und für neue Kreditbeschlüsse.

...und was das bedeutet
Die stärkere Präsenz von Linksgrün im Stadtrat und der Verlust der Mehrheit im Gemeinderat verstärken die heute schon sehr starke Vormachtstellung der Exekutive noch weiter.

Gewinne und Verluste - und die 'ökologische Mitte'
Grosse Wahlgewinner sind die realpolitisch inexistenten, von den Medien jedoch kräftig gepushten Grünliberalen (GLP) mit 10% Wähleranteil und 12 Sitzen.

Wenn die GLP politisiert wie ihre Abordnung im Kantonsrat, bedeutet ihr Einzug in den Gemeinderat in finanz- und sozialpolitischer Hinsicht einen deutlichen Ruck nach rechts. Die Zeche für ihren Vormarsch bezahlen neben der SP (-5) die erstaunlich stabile FDP (-1), vor allem aber die Mitteparteien CVP (-3) und EVP (-2). Während SP und FDP prozentual verlieren, aber absolut noch an WählerInnen zulegen, büssen CVP und EVP absolut wie relativ massiv Stimmen ein.

Danke!
Die AL dankt allen Kandidatinnen und Kandidaten und allen Wählerinnen und Wählern fürs Mitmachen und für ihre Unterstützung, dank dem dieser von den Politauguren nicht erwartete Super-Erfolg möglich wurde.

nachtrag vom 10-3-10:
und hier noch ein paar zahlen für versicherungsmathematikerInnen und solche, die es werden wollen:
vergleichszahlen gemeinderatswahlen 2006 und 2010
anteil der walter-angst-stimmen pro stadtteil - menge und pro cent

wer während der nächsten vier jahre den kreis 11 im GR vertritt...

Nehmen wir die Gewählten im Kreis 11 in die Pflicht!
 
Gemeinderatswahl 7. März 2010 - Gewählt sind:
Kandidatenname
Stimmen
Partei
Jahrgang, Beruf
Käppeli Hans Jörg
3'665
SP - Sozialdemokratische Partei
1951, Bauingenieur ETH
Tozzi Lucia
3'640
SP - Sozialdemokratische Partei
1977, Betriebsökonomin
Dubs Früh Marianne
3'633
SP - Sozialdemokratische Partei
1960, Dozentin
Papageorgiou Kyriakos
3'430
SP - Sozialdemokratische Partei
1961, Betriebsökonom, Controller
Urben Michel
3'358
SP - Sozialdemokratische Partei
1975, stv. Stadtammann
Bär Linda
3'357
SP - Sozialdemokratische Partei
1986, Studentin Politikwissenschaften
Hauri Theo
3'251
SVP - Schweizerische Volkspartei
1945, selbst. Kaufmann
Schwendener Thomas
3'188
SVP - Schweizerische Volkspartei
1957, Leiter technischer Dienst, Sicherheitsbeauftragter
Sidler Bruno
3'159
SVP - Schweizerische Volkspartei
1941, selbst. Kommunikationsberater
Regli Daniel
3'150
SVP - Schweizerische Volkspartei
1957, Historiker, Publizist
Tomezzoli Ruggero
2'945
SVP - Schweizerische Volkspartei
1956, Abteilungsmeister
Steger Heinz F.
1'718
FDP - FDP.Die Liberalen
1961, dipl. Sanitärtechniker TS, Unternehmer
Hohl Marc
1'608
FDP - FDP.Die Liberalen
1981, Einrahmungsfachmann
Piller Bernhard
1'455
Grüne - Grüne
1969, Soziologe, Elektromonteur
Landolt Maleica
1'271
glp - Grünliberale Partei
1967, Pflegefachfrau HF, Kantonsrätin
Meier Daniel
1'189
CVP - Christlichdemokratische Volkspartei
1960, dipl. Treuhänder
Käser Philipp
1'160
glp - Grünliberale Partei
1976, Software-Entwickler
Kestenholz Matthias
1'150
Grüne - Grüne
1982, dipl. Umwelt-Natw. ETH, Unternehmer
Anderegg Peter
1'086
EVP - Evangelische Volkspartei
1957, Augenoptiker
Rutherfoord Catherine
885
AL - Alternative Liste
1961, Architektin FH
Blöchlinger Patrick
523
SD - Schweizer Demokraten
1977, Geschäftsführer

Sonntag, 7. März 2010

wir gratulieren catherine rutherfoord!

catherine rutherfoord ist im kreis 11 für die AL in den gemeinderat gewählt worden. 

niggi scherr, AL, bisher und weiterhin im gemeinderat für die kreise 4/5, gratuliert der neuen.

wir von der AL11 gratulieren auch!

Samstag, 6. März 2010

damit wir morgen was zum vergleichen haben

"Radio Top" und "Tele Top" liessen das meinungsforschungsinstitut isopublic in der zeit vom 29. januar bis zum 17. februar 2010 in der stadt zürich 1002 stimmwillige personen befragen. die fehlerquote liege bei +/- 3,2 prozent. ist das besser als kafisatzlesen? und sind stimmwillige auch stimmfähige? (beim flyer verteilen vor den migros in zürich nord meinten immer wieder ausländerInnen (jaja...), sie würden ja auch gern. und schnappten sich den flyer mit der bemerkung, es interessiere sie ja 'trotzdem' (vielsagend gedehnt betont).
item.
morgen ist's ja vorbei mit dem kafisatz. dann gelten die gezählten stimmen. und damit wir dann was zum vergleichen haben, hier die ergebnisse von isopublic, grafisch aufgehübscht von tagi online:
 
also...mal sehen. 
falls jemand lust hat, es gibt noch mehr kafisatzextrakt. zB kyriacou, ein grüner, der für den GR kandidiert. er liest auch im kafisatz. vielleicht bringt bio-kafi mehr, vielleicht auch nur gewahrsagtes mit knospe.

Dienstag, 2. März 2010

Hier kann man ab dem 1. März für die AL stimmen...und dann ab in die MARS-bar


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Kreisbüro 1
Montag-Freitag 08:30-16:30h
Bahnhof Oerlikon
Samstag 10:00 – 12:00h
Sonntag 10:00 – 12:00h
Kreisbüro 2-12
Montag-Mittwoch & Freitag 08:00-11:30 und 13:30-16:30h
Donnerstag 08:00-11:30 und 13:30-18:30h
Hauptbahnhof (für alle Stadtkreise)
Samstag 06:00 – 16:00h
Sonntag 06:00 – 10:00h
Kreisbüro 3-10 und 12:
Samstag 10:00 – 12:00h
Abstimmungslokale
Sonntag 10:00 – 12:00h


Mit unterschriebenem Stimmausweis ist Stellvertretung für zwei weitere Personen aus dem gleichen Wahlkreis möglich (am Hauptbahnhof aus allen Stadtkreisen). 

und dann:

Am 7. ab 4 in der Mars-Bar im 4i
Am Wahl-Sonntag 7. März treffen wir uns ab 16 Uhr in der Mars-Bar, Neufrankengasse 15, 8004 Zürich
 

Freitag, 26. Februar 2010

affoltern kriegt ein neues schulhaus! schon bald - und viel zu spät...

ja. später mal. vorerst aber doch auch schon.
ein widerspruch? teils-teils. frau zacher, bereichsleiterin des AHB, bestätigte anlässlich einer ‚tatortbesichtigung’ am 24. februar 2010, man hoffe immer noch, dass das echte schulhaus fristgerecht erstellt werden könne. nun, aus sicht der eltern wäre ‚fristgerecht’ vor rund 3 jahren gewesen. frau zacher meint natürlich „frühestens 2015“, wie das AHB in einer medienmitteilung vom 11.12.09 schreibt. bis dann haben die ersten paar klassenzüge die unter- und mittelstufe in den pavillons abgesessen – ohne bibliothek und singsaal, ohne handarbeits- und werkraum, ohne hallenbad und vielleicht auch ohne turnhalle. und ‚frühestens’ kann ja auch zwei, drei jahre später meinen. leutschenbach lässt grüssen.




‚campus ruggächer’
vorerst will man aber den campus ruggächer errichten – eine pavillonlandschaft entlang der mühlackerstrasse. für gut und gerne chf 10 mio. (rückbau nicht inbegriffen) und mit einer provisorischen baubewilligung für maximal 10 jahre. zusätzlich zu den beiden auf einer sondermülldeponie stehenden schul- und kindergartenpavillons ruggächer I und II werden auf dem übernächsten grundstück stadteinwärts die pavillons III, IV und V gebaut. auf dem verseuchten zwischengrundstück darf nicht -wie ursprünglich geplant- gebaut werden. man muss es nun mit einer folie abdecken, über der auf einer dünnen humusschicht eine wiese spriessen soll – eine magerwiese. keine spielwiese.

die ‚tatortbesichtigung’
aber zurück zur ‚tatortbesichtigung’. zu der kam man so: im tagblatt vom 6.1.2010 hat das amt für baubewilligungen den bau der neuen pavillons und eines ‚fussballminispielfeldes’ aus kunstrasen ausgeschrieben. nachdem das AHB die ersten beiden pavillons auf belastetes gelände gestellt hat, wollten betroffene eltern wissen, was jetzt wo und wie gebaut wird. und verlangten auch den baurechtlichen entscheid. mitte februar kontaktierte der projektleiter des AHB, herr rinderknecht, die eltern. er habe ‚informationen über ihr interesse am baugesuch’ erhalten und würde gerne allfällige fragen beantworten. schliesslich vereinbarte man einen ortstermin. nebst projektleiter rinderknecht nahmen die erwähnte frau zacher, mitglied der geschäftsleitung des AHB, architekt heuss und ein geologe der firma jaeckli geologie, teil. der elternvertreter liess sich von catherine rutherfoord, architektin, und walter angst, gemeinderat der AL, begleiten. das ergebnis des über eine stunde dauernden anlasses:


  • die 3 neuen pavillons sollen gemäss der weisung des stadtrates gebaut werden.
  • aller voraussicht nach ist allerhöchstens der oberboden belastet – was a) normal und b) zu keiner verzögerung beim bau führen würde.
  • das gelände entlang der strasse wird von der strasse weg aufgeschüttet. die pavillons werden rechtwinklig zur strasse auf dieser aufschüttung stehen. der über die aufschüttung (in der skizze schwarz) hinaus ragende teil (ca. 1/3) auf einer metallkonstruktion.
  • anschliessend an die pavillons richtung autobahn wird das gelände ‚kindergerecht’ gestaltet, dort wird auch der ausgeschriebene minifussballplatz zu liegen kommen.
  • der terimplan für den bau ist sehr eng – das geschäft muss durch kommission und gemeinderat. und dann noch realisiert werden. ‚viel fragen’ dürfen sie nicht, meint man vom AHB.
  • die bestehenden und neuen pavillons werden durch einen weg verbunden, welcher über das belastete zwischengrundstück führt.
  • ebenfalls soll es ein trottoir geben. da weiss ‚man’ aber noch nichts. dafür ist ja auch das tiefbauamt zuständig. eben so wie für die neugestaltung der mühlackerstrasse, über die ‚man’ auch nichts genaues weiss.
  • die geplante turnhalle wird als separates projekt behandelt und soll, hoffentlich, im herbst bezugsbereit sein. ausgesteckt ist sie noch nicht. und getrennt hat man die beiden teile, damit ‚man dann wenigstens die pavillons hat’.
  • von einem 6. pavillon ist nicht mehr die rede (wie noch im september 09 vom stadtrat erwähnt). die AHB-delegation konnte nicht erklären, wo hin dieser verschwunden ist und auch nicht, warum.

man war doch etwas erstaunt…
warum dieser zeitliche und personelle aufwand des AHB, um den pavillonbau zu erläutern und besorgten eltern fragen zu beantworten?
vielleicht schlicht darum, weil der terminplan so knapp ist. das geschäft kommt am 2. märz in die kommission und soll am 31. märz in den gemeinderat. insider meinen, das sein nur möglich, wenn die fraktionen ‚brav mitmachen’ – was aber als nicht sehr realistisch eingeschätzt wird. SSD und AHB wünschen keine verzögerung. nachdem bekannt geworden ist, dass die ersten beiden pavillons auf und neben zum teil hoch belasteten gründstücken gebaut worden sind, will man in diesem fall wohl lieber alles tun, um vorzubeugen. dieses vorgehen sei aber, so ein kenner der materie, ‚eher ungewöhnlich’.

was wir wollen
wir wollen den bau der pavillons nicht verzögern oder verhindern. das bringt unseren kindern das wirkliche schulhaus ruggächer nicht schneller. die pavillons sollen rasch gebaut werden – zusammen mit der turnhalle (heute sind die kinder für eine turnstunde insgesamt 1 stunde zu fuss unterwegs – ins isengrind und zurück!). es gibt aber einiges zu beachten:
  • wichtig ist, dass schulleitung, lehrerInnen und hortpersonal in die planung der streusiedlung campus ruggächer einbezogen wird. organisatorisch ist so was einiges anspruchsvoller im handling als ein normales schulhaus. 
  • dann muss die ausstattung der pavillons und der turnhalle den anforderungen der lehrpläne entsprechen – die bisherigen zwei pavillons tun das nicht. 
  • und eine weitere frage bleibt noch offen: was ist mit dem früher erwähnten 6. pavillon? welche räume werden so eingespart? lehrerzimmer? werkraum? hortplatz? 
  • schliesslich ist bekannt, dass in den pavillons die belastung der kinder durch das hoch giftige formaldehyd im sommer oft weit über dem grenzwert liegt. lauber will lüften. reicht das? aber: wird die lüftung wenigstens überall eingebaut? frau zacher vom AHB sprach von weiteren nötigen abklärungen und auswertungen. das widerspricht sogar laubers minimalintervention.
die gemeinderätliche kommission muss beim beraten der weisung diesen punkten nachachtung verschaffen und die offenen fragen klären. nötigenfalls muss nachgebessert werden – dann eben unter inkaufnahme einer bauverzögerung. denn die kinder verbringen nicht nur ein, zwei jahre in einem provisorium: man muss davon ausgehen, dass zwei, drei klassenzüge vom 1. kindergarten bis zum übertritt in die oberstufe ihre schulzeit in den pavillons absitzen! dem ist rechnung zu tragen!

Freitag, 12. Februar 2010

SP-stadträte wählen? nur, wenn sie zurücktreten!

esther maurer, SP, humorlos und abtretend, ist ein gutes beispiel dafür.
und hier ein blick auf ein sehr aktuelles beispiel aus ihrer feder: ihre aussagen in einem interview mit dem tagi zum saubannerzug von letztem samstag klingen manchmal nachgerade vernünftig. vielleicht hätte ich sie eben (ich hab grad demokratie gemacht) auf platz neun oder zehn gesetzt, auf der liste . jetzt, wo sie zurücktritt...

auszüge aus dem vollständigen interview:

die 'tagi'-frage insinuiert, man müsse eine kasernierte polizeieinheit aufbauen, damit man jederzeit jede beliebige intervention fahren könne (ausgestattet mit dem lange begehrten flugzeugträger auf dem zürisee?).
antwortet maurer: "Es ist eben wie beim Risk Management allgemein: Man beurteilt die Kosten aufgrund der Eintretenswahrscheinlichkeit eines Szenarios und aufgrund des möglichen Schadensausmasses. Und da kann man unschwer feststellen, dass die Kosten für eine derartige Einsatzreserve pro Tag gleich hoch wären wie die Schadenshöhe, wenn effektiv eine solche Krawalldemo stattfindet."

jaja, äusserst vernünftig, denkt der blogger. und schaut sich um:
die bürgerlichen parteien, -bis weit nach links über die mitte hinaus-, fordern heute praktisch ein stehendes heer - zu exorbitanten kosten, vergleicht man den möglichen 'ertrag' mit dem aufwand. jaja, unsere schuldengebremsten sparfüchse, halt...so kennen wir sie doch sonst: geknausert wird beim ausbau von infrastruktur, von offentlichem verkehr über schulhäuser bis zum veloweg. dinge von täglichem gebrauch und nutzen für die bevölkerung.bis das (diesmal zum glück) sogar das salz ausgeht.
ergo: keine bürgerlichen politikerInnen wählen, sp nur, wenn sie zurücktritt (jaja...), dafür gibt es eine alternative: die liste der AL.

weiter im text: die 'tagi'-frage mündelt an der polizeilichen kommunikation rum. ist das nicht SCHFFSACHEFRAUMAURER?!
antwortet maurer: "Bei den Ausschreitungen der vergangenen Samstagnacht musste ich mir erst ein vollständiges Lagebild verschaffen.[...] Ich habe in der Kommunikation zwei Grundsätze: Erstens sollen jene kommunizieren, die etwas zu sagen haben, und zweitens soll man sich dann äussern, wenn man die Situation auch tatsächlich überblickt. Beide Grundsätze waren in den letzten 3 Tagen berücksichtigt."

so besonnen...hätte sie nur so begonnen. nun ist's leider schon zerronnen.
den news-geilen 20-sekunden-reportern ist solch noble zurückhaltung natürlich ein graus. gern springen hier die stimmengeilen möchtegerns (söihäfeli-söiteckeli) in die bresche und fordern, was ihre beschränkte fantasie hergibt. vom stehenden heer bis zum lebenslangen stadtionverbot wird in so einem toughen wahlkampf alles gefordert. das nachdenken stirbt zuerst.
ceterum censeo:
keine bürgerlichen politikerInnen wählen, sp nur, wenn sie zurücktritt (jaja...), dafür gibt es eine alternative: die liste der AL.

Donnerstag, 11. Februar 2010

stimmungsbild vom wahlapero der AL11 in der metzgerhalle oerlikon


von links: niggi scherr, al-gemeinderat, andreas kirstein und catherine rutherfoord von der spitze der liste der AL 11 - beim auslöffeln der suppe, die uns das restaurant metzgerhalle eingebrockt hat. lecker!
anschliesend folgte die diskussion darüber welche suppen wir nicht auslöffeln wollen und wie wir das anstellen werden...

Sonntag, 31. Januar 2010

Dietikon: AL neu im Gemeinderat – Glanzresultat für Ernst Joss bei Stadtratswahl

Alternative Liste und Grüne sind Wahlgewinner in Dietikon. Die AL zieht neu mit einem Sitz in den Gemeinderat ein, die Grünen gewinnen ein Mandat dazu. Gewählt ist Ernst Joss, der bei den Stadtratswahlen mit 845 oder 26.4% der abgegebenen Stimmen ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Damit ist das erste Wahlziel der AL erreicht: neben Zürich und Winterthur auch im Parlament von Dietikon vertreten zu sein.
Der Vormarsch von AL und Grünen geht zulasten von SP und CVP, die je einen Sitz verlieren. Insgesamt ist der Saldo für Linksgrün jedoch positiv, da dem Sitzverlust der SP zwei linksgrüne Gewinne gegenüber stehen. Den Sprung ins Parlament verdankt die AL nicht zuletzt zahlreichen Panaschierstimmen, vor allem auf grünen Listen. Im Gegensatz zu Wädenswil, wo sie zwei Sitze dazugewinnt, kann die SVP weder in Dietikon noch in Schlieren zulegen und bleibt auf ihrem bisherigen Stand.

Und hier gibt's mehr Infos zur AL Limmattal und hier die Wahlergebnisse von der Homepage Dietikon.

Sonntag, 24. Januar 2010

smartvote? smart? … eine kritische würdigung

seit heute ist smartvote für die stadtzürcher stadt  und gemeinderatswahlen aufgeschaltet.
was ist smartvote? „smartvote ist eine wissenschaftlich konzipierte Online-Wahlhilfe für [...] Wahlen in der Schweiz. Anhand von Sach- und Einstellungsfragen werden die politischen Profile der Kandidierenden erfasst und in einer Datenbank gespeichert. Wählerinnen und Wähler können anschliessend dieselben Fragen beantworten, worauf smartvote diejenigen Kandidierenden zur Wahl empfiehlt, welche die grösste politische Übereinstimmung aufweisen.“ so weit smartvote über smartvote.

alles so schön bunt und glänzend?
zum frage-antwort spiel: smartvote gestaltet einen frage-raum. antworten sind nur innerhalb dieses raums möglich. lassen sich darin meine politischen positionen als antworten formulieren? wie weit schränkt dieser raum ein, normiert, reduziert? ein beispiel: constantin seibt zitiert im artikel „Rive-Reine: Die geheimste Konferenz der Schweiz“ einen berater: «Es gibt dieses Jahr bei Rive nur zwei wirklich wichtige Themen: die Bekämpfung der Abzocker-Initiative. Davor fürchtet man sich sehr. Und die Frage, wie Taxen für Boni und Banken zu vermeiden sind.» solche dimensionen fehlen im frageraum, der sich aber sonst eng an vergangene und künftige initiativen und geplante administrative massnahmen hält.
im visier von smartvote - the spider and the fly
zum spielen mit der gaussschen glockenkurve: wäre ich der durchschnitt (der smartvotebefrager), würde mich der durschschnitt wählen. soll ich also, um gewählt zu werden, möglichst dem durchschnitt das wort reden? hmm…natürlich nicht. aber der gedanke lauert beim ausfüllen schon. ein klares nein und noch eins und noch eins…und schon bin ich bei vielen nicht mehr auf der ersten bildschirmseite. und vom googlen wissen wir ja: was weiter hinten kommt, das hat verloren.

die list der liste: parteien brauchen listenstimmen. die sitzzuteilung an die parteien erfolgt nämlich aufgrund der gesamtstädtisch erzielten stimmen. smartvoterInnen nehmen sich häufig die leere liste und machen daraus eine eigene, wild gemischte. was eben smartvote ihnen empfiehlt. gerade wir von der AL brauchen aber auch darum listenstimmen: wir wollen wieder fraktionsstärke…

und hier noch ein paar links auf weitere kritische stimmen zu smartvote: tagesschau.de / ard … National Centres of Competence in Research … Jacqueline Badran (blog) … pda-bern

Mittwoch, 20. Januar 2010

Druckfrisch und brandaktuell: mit einem Mausclick zum Flyer der AL11



In Affoltern wurden in den letzten Jahren Hunderte von Wohnungen für Familien, aber kein Schulhaus gebaut. Im Ruggächer werden die Kinder behelfsmässig in Pavillons unterrichtet – auf einem Areal im Altlastenverdachtskataster!
Die im Gemeinderat versprochene Arealsanierung wurde aus Spargründen gestrichen. All das wurde erst auf Protest besorgter Eltern und einer Anfrage von AL-Gemeinderat Walter Angst publik.
Das Neubauquartier braucht ein richtiges Schulhaus. Um die Schulziele zu erreichen sieht der Lehrplan Zusatzräume wie Bibliothek, Sing- und Aufführsaal, Werkraum, Sporthalle und Schwimmbad vor. Die Pavillons erfüllen diese Aufgabe ungenügend.
2004 hat der Stadtrat das Schulhaus aus dem Finanzplan gestrichen. Jetzt stellt er eine Realisierung für 2015 in Aussicht. Kein Vergleich mit dem Express-Fahrplan für das Stadion Letzigrund oder die Neuplanung des Kongresshauses! Im Gemeinderat werde ich mich dafür einsetzen, dass Affoltern nicht weiterhin so nachlässig behandelt wird.

Samstag, 16. Januar 2010

Mit einem Mausclick zum AL-Wahlflugi:


Donnerstag, 14. Januar 2010

Medienkonferenz Gemeinderatswahlen vom 14. Januar 2010

Die AL vertritt folgende Forderungen:
  • Zürich als offene Stadt für alle sozialen Schichten
  • Volles Stimm- und Wahlrecht für Nicht-SchweizerInnen mindestens auf kommunaler Ebene nach fünf Jahren Aufenthalt: Waadt, Neuenburg und Jura zeigen, dass das geht.
  • Aktive statt reaktive Integrationspolitik
  • Gleichbehandlung von MigrantInnen aus dem EU- und dem Nicht-EU-Raum
  • Höhere Gewichtung von Sprache und Kultur grösserer Migrationsgruppen in der Volksschule
  • Legalisierung der Sans-Papiers, gesicherter Zugang ihrer Familien zu medizinischer und psychologischer Betreuung
  • Keine Sackgassen bei der Bildung: Ungeschmälertes Recht auf Schulbildung und Möglichkeit von Berufsausbildung für Kinder von Sans-Papiers.
  • Integration und Gleichstellung statt Sonderregelungen für Menschen mit Behinderung
  • Volle Gleichstellung aller Geschlechter in allen Lebensbereichen, insbesondere kein Zwang zur Zuordnung zu den Kategorien Mann / Frau
  • Weiterführung der innovativen und fortschrittlichen Drogenpolitik statt simplen Vertreibungsrezepten, stärkerer Einsatz der Stadt Zürich bei Kanton und Bund für eine kohärente Suchtpolitik
  • Keine weitere Zerstörung von Quartierstrukturen, die auf Vielfalt basieren, Unterstützung von Selbsthilfe- und Eigeninitiativen
für wissensdurstige mit viel zeit: hier gibt's die vollständigen unterlagen zur medienkonferenz.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Wirksam AL wählen: Ein kleines WählerInnen-ABC

  1. Jede Stimme für die AL ist nützlich, auch in einem Wahlkreis, wo wir kaum eine Chance auf einen Sitz haben. Die Sitzzuteilung an die Parteien erfolgt nämlich gesamtstädtisch aufgrund der in der ganzen Stadt, in allen Wahlkreisen erzielten Stimmen. Es gibt also keine „verlorenen“ Stimmen.
  2. Ausschlaggebend für die Sitzzuteilung sind die Parteistimmen. Die Zahl der Parteistimmen entspricht jeweils der Zahl der in einem Wahlkreis zu vergebenden Sitze. Lesebeispiel: Im Kreis 3 kann bei 15 Sitzen jede(r) Wählende 15 Parteistimmen abgeben.
  3. Wer die AL optimal unterstützen will, legt also die AL-Liste 7 unverändert ein. Im Kreis 3 erhält die AL damit alle 15 möglichen Parteistimmen.
  4. „Kumulieren“: Auch wer lediglich einzelne AL-KandidatInnen doppelt aufführt („kumuliert“), gibt der AL immer noch alle 15 möglichen Parteistimmen.
  5. „Panaschieren“ auf AL-Liste: Wer die AL-Liste 7 nimmt, drei AL-KandidatInnen streicht und an ihrer Stelle zwei Grüne und einen SP-ler aufführt („panaschiert“), schwächt die Stimmkraft der AL, gibt ihr aber immer noch das Gros seiner Stimmen: die AL erhält 12 Parteistimmen, die Grünen 2 und die SP 1.
  6. „Panaschieren“ auf fremder Liste: Wer eine andere Liste (z.B. Grüne) nimmt und darauf 2 ALKandidatInnen je zweimal aufführt („panaschiert“), bringt der AL am wenigsten Stimmen: die AL erhält nur 4, die Grünen dagegen 11 Parteistimmen.
  7. Fazit: Als Parteiliste auch beim Panaschieren immer die Liste 7 der AL nehmen!

Dienstag, 12. Januar 2010

Wohnen...Energie...Finanzen...Soziales...Stadtentwicklung...Verkehr...Vielfalt

Fachleute der AL haben sich eingehend mit den Themen Wohnen, Energie, Finanzen, Soziales, Stadtentwicklung, Verkehr, und Vielfalt auseinandergesetzt. Zusammen gekommen ist eine Sammlung lesenswerter kurzer Texte, die wir allen Interessierten zur Lektüre empfehlen möchten.

Sonntag, 10. Januar 2010

Die Liste der Gemeinderats-KandidatInnen der AL im Kreis 11

Wahlkreis 11 smartvote
1 Rutherfoord Catherine 1961 Architektin FH, smartvote
1 Rutherfoord Catherine 1961 Architektin FH
2 Kirstein Andreas 1963 Stv. Direktor ETH-Bibliothek, smartvote
2 Kirstein Andreas 1963 Stv. Direktor ETH-Bibliothek

3 Sanz Julia C. 1957 Dipl. Geografin/Schulevaluatorin, smartvote
4 Pfister Markus 1960 Leiter Quartierzentrum TEZET Oerlikon, smartvote 
5 Huonker Laura 1981 Theaterregisseurin, smartvote 
6 Praxmarer Fritz 1948 Stromsparberater/Schriftsteller, smartvote 
7 Giger Simone 1974 Ethnologin, smartvote 
8 Wälle Yves 1973 Schreinereimitarbeiter, smartvote 
9 Dieziger Karin 1969 Sozialarbeiterin
10 Richter Oktay (Ercan) 1961 Kunstmaler
11 Dulik Rahel 1988 Assistentin/Sekretärin
12 Horvath Franz 1964 Historiker, lic.phil.I, smartvote
13 Göldi Regula 1971 Pflegefachfrau, smartvote
14 Bütikofer Kaspar 1965 Gewerkschaftssekretär, smartvote 
15 Stauffer Marlen 1989 Studentin
16 Bürer Dominik 1977 Student, smartvote 
17 Steinberger Natalie 1968 Reisebüroangestellte/Mutter
18 Bechtiger Thomas 1970 Mechaniker/Selbständig
19 Grigo Jacqueline 1972 Ethnologin, lic.phil.